
Leben auf den Inseln: Porträts, die das Lagunenwissen über Generationen weitertragen
Auf Burano, Pellestrina und Sant'Erasmo wird praktisches Lagunenwissen noch immer von Hand zu Hand weitergegeben – auch wenn die Kette dünner wird.
Journal
Menschen, Erinnerung und die täglichen Rhythmen, die die Lagune von innen heraus zeigen.
Reportagen, Gespräche und Essays, verwurzelt in genauer Beobachtung, verlässlichen Quellen und Respekt vor den Menschen, die die Lagune zu ihrem Zuhause machen.

Auf Burano, Pellestrina und Sant'Erasmo wird praktisches Lagunenwissen noch immer von Hand zu Hand weitergegeben – auch wenn die Kette dünner wird.

Jenseits des Postkartenfotos vom Hochwasser ist Acqua Alta ein saisonal gemanagtes Phänomen mit eigenem Vokabular und eigener Infrastruktur.

Ein Blick in die Handvoll Werkstätten, die noch immer die geschnitzten Ruderdollen fertigen, mit denen eine Gondel im Stehen gerudert werden kann.

Bevor die Tagesausflügler eintreffen, folgen die Fisch- und Gemüsemärkte einem viel älteren Rhythmus.

Hinter den bunten Häusern liegt eine kleine Fischergemeinde, in der die Kindheit nach Gezeitentabellen verläuft.

Hinter dem Klischee des gestreiften Hemds steckt ein reglementiertes, körperlich anspruchsvolles Gewerbe mit eigener Zunft und eigener Prüfung.

Ein Kampf gegen Salz, Gezeiten und sich setzende Fundamente – nicht weniger als gegen den gewöhnlichen Zahn der Zeit.

Die größte Insel der Lagune beliefert Venedigs Märkte noch immer mit Erzeugnissen, die auf gezeitengeformtem Land angebaut werden.

Was es wirklich braucht, um Venedigs öffentliche Wasserbusse durch Nebel, Gezeiten und Menschenmengen zu steuern.

Kalt, neblig und deutlich ruhiger – Einwohner sagen, im Winter finde die Stadt zu ihrem eigenen Rhythmus zurück.